ARCHIV FÜR September 2018

Mo. 24.09.2018 / 20:00

POEM

Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug. - Hilde Domin.

Meret Becker © Stephan Vens

Der Film ist eine faszinierende Zusammensetzung von 19 unterschiedlich interpretierten und wunderbar verfilmten Gedichten mit großartigen Darstellern/innen. Gedichte von: Antonia Keinz, Hermann Hesse, Claire Goll, Ernst Jandl, Heiner Müller, Johann Wolfgang von Goethe, Selma Meerbaum-Eisinger, Mascha Kaléko, Ingeborg Bachmann, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Hans Arp, Else Lasker-Schüler, Heinrich Heine, Georg Trakl, Paul Celan, Rainer Maria Rilke, Isabel Tuengerthal und Friedrich Schiller. Ein guter Rat: Unbedingt anschauen!!!

So. 30.09.2018 / 11:00

Babylon Berlin – Staffel 2

Wir freuen uns sehr auf zwei intensive BABYLON BERLIN-Tage mit Ihnen und unserem Ehrengast Tom Tykwer, der ganz sicher zu diesem Mammut-Werk viele interessante Details zu erzählen hat.

Frédéric Batier X Filme 2017

Liebe Filmfreunde,

willkommen zu dem „gigantischen Serienmeisterwerk“, willkommen „in der Stadt der Sünde“, willkommen zur exklusiven Sonderaufführung von BABYLON BERLIN auf der Kinoleinwand im FILMFORUM des Stadttheaters Landsberg am 29. und 30. September.

Berlin im Frühjahr 1929: Eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zu Exzess und Luxus des Nachtlebens und der überbordenden kreativen Energie der Stadt.

Auf der Basis der international erfolgreichen Bestseller-Serie von Volker Kutscher erzählt BABYLON BERLIN in 16 Episoden das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt in den 1920er Jahren zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Als Regisseure und Autoren zeichnen Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries verantwortlich. In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Richter zu sehen. BABYLON BERLIN wurde inzwischen mit allen bedeutenden Fernseh-Auszeichnungen bedacht und weltweit in über 100 Länder verkauft.

Die Autoren und Regisseure betonen die Aktualität der Serie: „In den 20er Jahren ist vorwiegend Party-Stimmung. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg sind die Väter nicht zuhause und die Söhne und Töchter tanzen auf den Tischen. Möglich ist dies durch die Abwesenheit von Autorität, wie in Berlin nach dem Mauerfall. Aber dann, gegen Ende der Zwanziger geht es immer mehr Leuten zu schnell, die Welt wird zu verwirrend, zu unübersichtlich und der Ruf nach der eisernen Faust wird lauter und lauter. Im Laufe unserer Arbeit an BABYLON BERLIN glich sich die Welt immer mehr dieser Stimmung an. Unsere Serie ist von nahezu zwingender Aktualität.“

Sa. 29.09.2018 / 13:00

BABYLON BERLIN – Staffel 1

Wir freuen uns sehr auf zwei intensive BABYLON BERLIN-Tage mit Ihnen und unserem Ehrengast Tom Tykwer, der ganz sicher zu diesem Mammut-Werk viele interessante Details zu erzählen hat.

Frédéric Batier X Filme 2017

Liebe Filmfreunde,

willkommen zu dem „gigantischen Serienmeisterwerk“, willkommen „in der Stadt der Sünde“, willkommen zur exklusiven Sonderaufführung von BABYLON BERLIN auf der Kinoleinwand im FILMFORUM des Stadttheaters Landsberg am 29. und 30. September.

Berlin im Frühjahr 1929: Eine Metropole in Aufruhr. Ökonomie und Kultur, Politik und Unterwelt – alles befindet sich in radikalem Wandel. Spekulation und Inflation zehren bereits an den Grundfesten der immer noch jungen Weimarer Republik. Wachsende Armut und Arbeitslosigkeit stehen in starkem Kontrast zu Exzess und Luxus des Nachtlebens und der überbordenden kreativen Energie der Stadt.

Auf der Basis der international erfolgreichen Bestseller-Serie von Volker Kutscher erzählt BABYLON BERLIN in 16 Episoden das ganze Panoptikum der aufregendsten Stadt der Welt in den 1920er Jahren zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Als Regisseure und Autoren zeichnen Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries verantwortlich. In den Hauptrollen sind Volker Bruch als Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte Richter zu sehen. BABYLON BERLIN wurde inzwischen mit allen bedeutenden Fernseh-Auszeichnungen bedacht und weltweit in über 100 Länder verkauft.

Die Autoren und Regisseure betonen die Aktualität der Serie: „In den 20er Jahren ist vorwiegend Party-Stimmung. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg sind die Väter nicht zuhause und die Söhne und Töchter tanzen auf den Tischen. Möglich ist dies durch die Abwesenheit von Autorität, wie in Berlin nach dem Mauerfall. Aber dann, gegen Ende der Zwanziger geht es immer mehr Leuten zu schnell, die Welt wird zu verwirrend, zu unübersichtlich und der Ruf nach der eisernen Faust wird lauter und lauter. Im Laufe unserer Arbeit an BABYLON BERLIN glich sich die Welt immer mehr dieser Stimmung an. Unsere Serie ist von nahezu zwingender Aktualität.“

Di. 25.09.2018 / 20:00

THE HAPPY PRINCE OmU/ English Cinema

Die letzten Lebensjahre des großen irischen Dichters Oscar Wilde.

©2018 Concorde

Der Titel des Films bezieht sich auf die im Jahr 1888 erschiene Sammlung von fünf Kunstmärchen des Schriftstellers mit dem Titel “Der glückliche Prinz und andere Märchen“. Nahezu 10 Jahre später war Wilde gesundheitlich schwer angeschlagen aus der Haft entlassen worden. Am gleichen Abend floh er vor der gesellschaftlichen Ächtung als Homosexueller nach Paris und betrat nie wieder britischen Boden. Der Film porträtiert einfühlsam den Lebemann mit selbstzerstörerischen Neigungen und stellt seine Epoche in  opulenten Bildern und anspruchsvoller Sprache dar.

Mo. 17.09.2018 / 20:00

NATIONAL GALLERY

Eine intensive Hommage an die Kunst und ihre Vermittler.

© Filmagentinnen

Die renommierte NATIONAL GALLERY ist eine der umfassendsten und meistbesuchten Gemäldegalerien der Welt. Unser Film zeigt sie aus der Perspektive der Besucher und der Mitarbeiter des Hauses und verzichtet auf erklärende Kommentare und eine lineare Erzählstruktur. Dreh- und Angelpunkt sind die Gemälde selbst, die in Total- und Nahaufnahmen als Ganzes oder ausschnitthaft aus unterschiedlichen Perspektiven und in variierenden Lichtverhältnissen vorgestellt werden. Die Mitarbeiter werden bei ihrer Arbeit als Museumsführer, Museumspädagogen, Restauratoren, Handwerker oder in ihren verantwortlichen Leitungsfunktionen gezeigt. Dabei ergeben sich intensive Einblicke in den Organismus dieser Institution. Die Museumsführer erläutern den Besuchern, ausgehend vom historischen Kontext, die Maltechniken, Bildersprache und Bedeutung der Gemälde. Die Restauratoren arbeiten mit akribischer Technik und Präzision Bilderrahmen und Gemälde auf. Bei der Umgestaltung der Ausstellungsräume wird die Beleuchtung der Gemälde diskutiert. Kuratoren planen Ausstellungen und die Museumsleitung trifft Entscheidungen über die Verwendung des zur Verfügung stehenden Budgets und diskutiert Konzepte der Öffentlichkeitsarbeit. Die Reaktionen der Besucher auf die Gemälde ist ein weiterer Schwerpunkt der großartigen Dokumentation. Der Film ist eine kenntnisreiche Führung durch das berühmte Museum, ein Intensivkurs in Kunstgeschichte und eine kluge und leidenschaftliche Reflexion über Kommunikation und Kunst. Eine mitreißende Medienreflektion, die nicht nur das Einfühlen in die Gemälde ermöglicht, sondern immer wieder das Zueinander von Bild, Betrachter und Blick ins Zentrum rückt.

Do. 13.09.2018 / 20:00

RHYTHM IS IT!

Die legendäre Berliner Aufführung von Igor Stravinskys Ballett “Le sacre du printemps“.

© Piffl Medien GmbH Rhythm is it!

Im Februar 2003 begannen die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle ein Projekt mit 250 Kindern und Jugendlichen aus 25 Nationen. Unter Anleitung des Choreografen und Tanzpädagogen Royston Maldoom proben sie die Aufführung von Igor Stravinskys Ballett “Le sacre du printemps“. Nur sechs Wochen haben die Schüler, die überwiegend aus Berliner Problemschulen stammen. Keiner ist vertraut mit klassischer Musik und Tanz. Maldoom hatte zuvor bereits unter anderem mit Straßenkindern in Äthiopien und mit jugendlichen Strafgefangenen in England Stravinskys Ballett erfolgreich inszeniert. Der Film zeigt die Entwicklung der jungen Menschen, die aus den wachsenden Erfolgen Selbstbewusstsein ziehen und als Persönlichkeit reifen. Er zeigt aber auch das Chaos der Proben, den unmotivierten Beginn der Jugendlichen und die Interventionen der besorgten Lehrer, die fürchten, ihre Schüler würden von dem Projekt überfordert. Das glückliche Ende und der große Höhepunkt ist der umjubelte Auftritt in der Berlin-Arena. RHYTHM IS IT! verfolgt einfühlsam diesen Prozess der Entstehung eines Kunstwerkes. Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern, Royston Maldoom und die beiden Regisseure Thomas Grube und Enrique Sánchez Lansch des mitreißenden Dokumentarfilms haben viel gewagt und ganz offensichtlich grandios gewonnen.

Mi. 12.09.2018 / 20:00

LOVING VINCENT

„Das ist der schönste und überraschendste Kunstfilm der letzten Jahre.“ (FAZ)

© 2017 Loving Vincent Sp.z.o.o. & Loving Vincent Ltd.

Wer hätte gedacht, dass es einen Animationsfilm braucht, um an den alten Zaubertrick der  Malerei zu erinnern? Wie eine Welt aus Farben und Strichen entsteht, zeigt LOVING VINCENT in jedem Bild. Und das Wunder, von dem man nicht genug bekommen kann, besteht darin, dass man den Trick sieht und sich die Illusion trotzdem einstellt. Als würde der Sog der Bilder nicht schon reichen, kommt noch der des Plots hinzu: In der Filmbiografie erwachen die Bilder von Vincent van Gogh zum Leben, um den Tod ihres Schöpfers zu untersuchen und dabei zugleich seine Lebensgeschichte zu erzählen. Die Geschichte ist den 800 Briefen entlehnt, die der Künstler im Laufe seines Lebens an Menschen in seinem Umfeld schrieb. Wenn van Goghs Bilder, diese Ikonen der Malerei  an der Schwelle zur Moderne, wenn sie beginnen sich zu bewegen, ist es so, als wäre man auch noch einmal bei der Erfindung des Kinos dabei. Man kann von einem Wunder für Kunstinteressierte und Cineasten sprechen…

Di. 11.09.2018 / 20:00

DER MENSCHLICHE MAKEL

Literaturverfilmung nach dem Roman von Philip Roth.

© Concorde Film

Coleman Silk ist Professor für Literaturwissenschaften und vermeintlich der erste Dekan jüdischer Abstammung am “Athena College“ in einer Stadt in Massachusetts. Tatsächlich ist Silk aber Afroamerikaner mit heller Haut – eine Tatsache, die er seit seiner Studentenzeit verheimlicht, um Diskriminierung zu vermeiden. Während einer Vorlesung bezeichnet Silk zwei nie anwesende Studenten als „dunkle Gestalten“. Als sich die zwei Studenten als Afroamerikaner erweisen und Klage gegen die abfällige Bezeichnung als „Schwarze“ erheben, wird Silk des Rassismus bezichtigt. Empört kündigt er seine Professur auf. Seine Ehefrau Iris stirbt kurze Zeit später infolge der Aufregungen. Er bittet den befreundeten Schriftsteller Nathan Zuckerman, ein Enthüllungsbuch über seinen Fall zu schreiben, was dieser jedoch ablehnt. Im weiteren Verlauf geht Silk eine ausgeprägt sexuell orientierte Beziehung mit der viel jüngeren Faunia Farly ein. Diese Verbindung entwickelt sich als sehr kompliziert und verletzend – und führt zu einem dramatischen Ende. Schließlich schreibt Nathan Zuckerman doch ein Buch mit dem Titel “Der menschliche Makel“ über Coleman Silk, der sein Leben um eine Lüge aufgebaut habe. Eine großartige Literaturverfilmung mit großartigen schauspielerischen Leistungen.

Mo. 10.09.2018 / 20:00

CÄSAR MUSS STERBEN

Häftlinge einer Strafanstalt in Italien führen Shakespeares Drama “Julius Cäsar“ auf.

© Camino Filmverleih

Darin sind sich Shakespeare und die Taviani-Brüder einig: Der Mensch und seine Rechte stehen immer im Mittelpunkt, seine Einsichten, Irrtümer, seine Selbstkritik, und nicht nur die hehren ideologischen und moralischen Prinzipien. Das macht auch die Überzeugungs-kraft dieses ungewöhnlichen Films an diesem ungewohnten Ort mit seinen ungewöhnlichen Darstellern aus. Die kunstvolle Filmgestaltung der Taviani-Brüder würde aber nicht allein funktionieren, wenn die Gefängnisinsassen nicht “geborene Schauspieler“ wären. Sie sind Naturtalente mit sehr intensiver Ausstrahlung und Mimik. Der Film wurde im Februar 2012 im Rahmen der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin uraufgeführt und mit dem Hauptpreis des Festivals ausgezeichnet. Außerdem Nominierungen für den Europäischen Filmpreis in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt. Wir widmen die Aufführung Vittorio Taviani, der im Mai 2018 verstarb.

So. 09.09.2018 / 20:00

AMADEUS

Ein perfektes Zusammenwirken von Mozarts Musik, brillanter Regie, exzellentem Drehbuch und schauspielerischen Leistungen.

© 1984 ParkCircus

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Peter Shaffer über das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Film beginnt in Wien im Winter 1823, 32 Jahre nach Mozarts Tod und erzählt Mozarts Leben nach den Erinnerungen des alten Hofkomponisten      Antonio Salieri. In exzellenten Interpretationen hören wir während der gesamten Filmhandlung Ausschnitte aus den berühmtesten Werken Mozarts. Wir danken Miloš Forman, der im Mai 2018 verstarb, für dieses grandiose Filmwerk, das ungezählte internationale Auszeichnungen erhielt.