Mo. 10.02.2020 / 20:00

PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN

Die Geschichte einer großen Liebe als Befreiung.

© Alamode Film 2019

Als die Malerin die junge Frau, die sie porträtieren soll, zum ersten Mal sieht, rennt diese weg. Raus aus dem Haus auf der windigen Insel in der Bretagne, hin zu den Klippen. Die Malerin, sie heißt Marianne, rennt hinterher. Die junge Frau (Héloise, ein Adelige) wird immer schneller, rast auf die Klippen zu, als würde sie springen, doch kurz vor dem Abgrund hält sie an und wendet sich hin zur Malerin, die außer Puste hinter ihr steht. „Das wollt ich schon lange machen“, sagt die junge Frau. „Sterben?“, fragt die Malerin. „Nein. Rennen!“. Marianne hat den Auftrag, im Geheimen das Hochzeitsporträt der jungen Adeligen zu malen. Héloise wehrt sich gegen eine familiengeplante Vermählung. Je mehr Zeit die beiden jungen Frauen miteinander verbringen, desto stärker fühlen sie sich zueinander hingezogen. Und je näher je näher sie sich kommen, desto stärker verändert sich auch die Mariannes Darstellung von der Geliebten. Es gelingt ihr sogar, Héloises geheimnisvolles Lächeln auf die Leinwand zu zaubern. Am Ende müssen sich die Frauen trennen. Héloise wird wie geplant nach Mailand verheiratet. Marianne verdient sich ihren Lebensunterhalt später als Zeichenlehrerin. Seit der Premiere auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes 2019 erhielt der Film viele Auszeichnungen in den Bereichen „Bester Film“, „Beste Regie“, „Beste Darstellerin“, „Beste Kamera“.