Mo. 25.03.2019 / 20:00

The Cakemaker

Eine Liebe, größer als der Tod.

© 2018 missing Films

Ein junger Deutscher bandelt in Jerusalem mit der Frau seines verstorbenen Lovers an: „Der diesjährige Oscar-Beitrag aus Israel ist der schönste Liebesfilm seit langer Zeit“ sagt DER SPIEGEL. Die Geschichte von THE CAKEMAKER beginnt in Berlin, wo Thomas in einem kleinen Café arbeitet. Einer seiner Stammkunden ist der Israeli Oren, der vor allem Thomas´ Zimtkekse liebt. Bald sind die beiden ein Paar. Allerdings sehen sie sich nur einmal im Monat, denn Oren pendelt zwischen Jerusalem und Berlin und hat zuhause Familie. Er ist Architekt und ist mit Anat verheiratet, der Sohn geht gerade in die Schule.
Nach seinem letzten Berlin-Besuch reagiert Oren nicht mehr auf Thomas´ Anrufe. Nach qualvoller Ungewissheit erfährt er: Oren ist in Jerusalem bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Einige Wochen später entschließt sich seine Frau Anat trotzdem, wie schon zuvor geplant, ein kleines Café zu eröffnen. Einer ihrer ersten Gäste ist ein junger Deutscher, der sie nach einem Job als Aushilfe fragt. Er erweist sich als Glücksgriff, denn er backt himmlische Zimtkekse, die bald reißenden Absatz finden. Natürlich handelt es sich um Thomas, und es ist eine der vielen klugen Entscheidungen des Regisseurs, dass er uns Zuschauer lange im Ungewissen darüber lässt, was Thomas eigentlich von Anat will. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Grundkonstellation dramatisch anzuspitzen, aber nichts dergleichen geschieht. Als Thomas und Anat sich zum ersten Mal küssen, scheinen beide verwundert über ihr eigenes Tun. Der Film zeigt zwei Menschen, Versehrte der Liebe, auf der Suche nach dem Ausweg aus der Einsamkeit.