So. 10.03.2019 / 20:00

Gegen den Strom

Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen und Komödie über eine Umweltaktivistin.

© Pandora Film GmbH

Nach außen ist Halla eine patente, liebenswürdige Frau in den besten Endvierziger- Jahren, die allein lebt und als Chorleiterin arbeitet. Doch der Eindruck täuscht, denn sie führt ein geheimes Doppelleben. In ihrer Freizeit ist sie eine Umweltaktivistin, die einsam, mutig und zielstrebig die isländischen Berge durchstreift, um Stromleitungen zu zerstören. Der Grund: Sie will die Natur retten, indem sie gemeinsame Machenschaften von Politik und Wirtschaft bekämpft und dafür sorgt, dass der Verkauf der isländischen Aluminiumindustrie nach China gestoppt wird. Auch wenn sie sich vieler Sympathien in der Bevölkerung sicher sein darf – die Obrigkeit betrachtet sie als Bedrohung. Nach vielen Jahren der Wartezeit erfährt sie, dass sie ein Kind aus der Ukraine adoptieren kann. Das verstärkt ihre Aktivitäten: Sie veröffentlicht ein Manifest und riskiert immer mehr. Ihre Anschläge werden gefährlicher. Neben der lokalen Polizei setzen sich auch Geheimdienste auf ihre Spur. Aber sie bleibt unbeirrt und will mit allen Mitteln „den Krieg auf Mutter Erde stoppen“. Spannung und Action, wunderschöne Bilder aus der isländischen Bergwelt, eine Erzählweise, die bei aller Rasanz eine gewisse Gelassenheit behält, machen den Film zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Dazu eine ganz wunderbare Hauptdarstellerin, die als weiblicher Robin Hood die Wildnis durchstreift und für das Gute kämpft. Willkommen in Island!