Mo. 10.12.2018 / 20:00

STYX

In der griechischen Mythologie stellt der Fluss Styx die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich Hades dar.

© 2018 Zorro Film

Die 40-jährige Rike ist eine erfolgreiche Notärztin, deren Dienst ihr alles abverlangt. In ihrem seltenen Urlaub möchte sie sich einen lange gehegten Wunsch erfüllen: sie begibt sich alleine mit ihrer Yacht auf einen Törn von Gibraltar nach Ascension  im Südatlantik. Auf der Tour wird sie von einem Containerschiff in ihrer Nähe darüber informiert, dass sie sich auf ihrer Route auf einen starken Sturm mit starkem Regen einstellen muss. Nach dem heftigen nächtlichen Unwetter entdeckt sie in der Nähe ihres Bootes einen havarierten und hoffnungslos überladenen Trawler. Über 100 Menschen sind vom Tod  durch Ertrinken bedroht. Rike versucht das Schiff per Funk zu kontaktieren. Als sie keinerlei Antwort erhält, versucht sie, Rettung zu organisieren. Die alarmierte Küstenwache lässt auf sich warten. Vom Kapitän eines Transportschiffes erhält sie die Mitteilung, dass dessen Reederei jede Beteiligung an der Seenotrettung von Flüchtlingen verboten habe. Die Passagiere des Fischerbootes springen in höchster Not ins Wasser. Einen völlig erschöpften Jungen kann sie mit einem Rettungsring aus dem Wasser ziehen und an Bord nehmen. Als er zu Bewusstsein kommt, drängt er Rike zu einer  weiteren  Rettungsaktion. Sie aktiviert den Notfunk und feuert mehrere Signalraketen ab. Die gnadenlose Überlebensgeschichte zeigt gebündelt das Dilemma der westlichen Gesellschaften. Entstanden ist auf diese Weise nicht nur ein unheimlich authentischer Film sondern auch ein tief aufrichtiger. Es findet sich in STYX kein falscher Ton und keine tröstende Lüge.