Mo. 19.11.2018 / 20:00

IT MUST SCHWING! – THE BLUE NOTE STORY

Auf den Spuren einer Jazz-Institution.

Hank Mobly und Alfred Lion © NDR Studio Hamburg Enterprises GmbH

Das Plattenlabel Blue Note zählt zu den bekanntesten Marken der Jazzgeschichte. Es wurde 1939 von dem aus Berlin in die USA emigrierten deutschen Juden Alfred Lion (Alfred Löw) gegründet. Später stieß dann sein Freund aus Berliner Tagen Francis Wolff (Franz Wolff) hinzu, der maßgeblich für die innovative Gestaltung der Plattencover zuständig war, die später zu einem oft kopierten Vorbild wurden. Es entstanden eindrucksvolle Porträts von Musikern wie Miles Davis, Charlie Parker oder Thelonious Monk, die die Cover zierten. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren wurde “Blue Note“ zum Karrieresprungbrett zahlreicher Jazzgrößen wie Horace Silver, Herbie Hancock, Art Blakey, Jimmy Smith, Wayne Shorter, Lou Donaldson und vieler anderer, deren Aufnahmen für das Label heute zu den essentiellen Werken des Jazz gehören. Die Geschichte von “Blue Note Records“ ist sicherlich auch die von Außenseitern und die von einer großen Solidarität, mit der sich zwei aus Deutschland geflohene Juden in der „neuen Welt“ , in ihrem neuen Leben jenen annahmen, die in den USA als ausgestoßen galten – den Afroamerikanern. Ihnen waren sie nahe über die gemeinsame Liebe zur Musik. Ihnen galt ihre Solidarität und manchmal fast schon familiäre Fürsorge. Eric Fiedlers Film erzählt die Geschichte von „“Blue Note Records“ zwar vorwiegend chronologisch, doch er nimmt sich immer wieder die Freiheit Nebenwege und eher Anekdotisches in den Fluss der Bilder einzuflechten und der nostalgischen Verklärung der guten alten Zeit des Jazz einen würdigen Rahmen zu geben.